Wissenswertes zu weißen Rebsorten

Weltweit existieren heute etwa 10.000 unterschiedliche Rebsorten, von denen ca. 2.500 für den Weinbau zugelassen sind. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind jedoch nur rund 50 Sorten. Alle international bedeutenden Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinor Noir, Syrah, Chardonnay oder Sauvignon Blanc stammen aus Frankreich. Zwar liegt ihr Ursprung in den meisten Fällen im kleinasiatischen Raum, aber erst in Frankreich wurden sie zu dem, was sie sind, nämlich Muster für Weinstile, die in allen Ländern Nachahmer finden. Andere Trauben sind regionale Spezialitäten und womöglich sogar autochthon, d. h., sie sind in der Gegend heimisch, in der sie angebaut werden, und kommend nur dort vor. In Frankreich sind insgesamt 136 Rebsorten für die Weinproduktion registriert. Sie sind in einer Liste aufgeführt und je nach Departement „empfohlen" oder „autorisiert".
Im Folgenden werden einige der wichtigsten in Frankreich kultivierten Weißweintrauben vorgestellt. 

Aligoté
Die in der Bourgogne angebaute Rebsorte Aligoté wäre fast aus der Weinlandschaft verschwunden, als das Weinbaugebiet von der Welle der Begeisterung für die Chardonnay-Traube förmlich überspült wurde. Es ist ihr jedoch gelungen, Anerkennung und Rebfläche in der Bourgogne zurückzuerobern. Diese widerstandsfähige und frühreife Rebsorte gedeiht hervorragend auf Terroirs in Hanglage und wird mittlerweile auf einer Fläche von insgesamt 1.700 Hektar angepflanzt. Sie ist auch in Savoyen und im Jura zu finden. Ertragsbeschränkungen stellen für diese Rebsorte ein wesentliches Qualitätsmerkmal dar. Aus Aligoté werden leichte, frische Weißweine gewonnen, die eine lebhaftere Säure aufweisen als die aus Chardonnay vinifizierten Weine. Sie eignen sich besonders gut zur Zubereitung von Brombeer- oder Johannisbeer-Kirs. 
Anbaugebiete: Bourgogne
Chardonnay
Chardonnay ist die nächste weltberühmte Rebsorte. Die sehr anpassungsfähige Traube entfaltet allerdings nur in nördlichen Terroirs ihre gesamte Aromakraft sowie eine gute Säure, die für Ausgewogenheit und insbesondere eine gute Lagerfähigkeit steht. Es ist also kein Zufall, dass die besten Chardonnay-Weine aus der Bourgogne und insbesondere aus Montrachet kommen. Diese Rebsorte wird aber auch in der Champagne und im Languedoc angebaut sowie auch weiter entfernt im Loiretal, in der AOC Limoux und natürlich auf dem amerikanischen Kontinent. Die Chardonnay-Traube ist extrem empfindlich gegen Frühjahrsfrost, bringt jedoch stets edle Weine hervor, die sehr elegant sind und über ein ausgesprochen breites und komplexes Aromaspektrum verfügen. Lindenblüten, Pfirsich, Birne, Akazienhonig, Farn, Hefegebäck mit Zitrusfrüchten – ein wahres Fest für die Sinne.
Anbaugebiete: Bourgogne, Champagne, Elsass, Jura, Languedoc-Roussillon, Loiretal, Provence, Savoyen
Chenin Blanc
Diese Rebsorte tauchte erstmalig im 11. Jahrhundert in der Region Angers auf, von wo aus sie sich anschließend in der Touraine und im gesamten mittleren Loiretal ausbreitete. Diese empfindliche und leicht faulende Rebsorte ist in sehr warmen Gebieten in Hanglage zu finden, wo sie bei Befall mit der Edelfäule ausgezeichnete Süßweine hervorbringen kann. Mit rund 10.000 Hektar Rebfläche findet sie sich auch im Crémant de Limoux aus dem Languedoc wieder. Die größte Anerkennung erhält sie jedoch im Loiretal, wo eine große Palette an Weißweinen aus dieser Rebsorte gewonnen wird, von trockenen Weinen über Schaumweine bis hin zu Süßweinen. Der Coteaux du Layon wird aus Chenin hergestellt. Der Vouvray wird ebenfalls aus Chenin gekeltert. Und auch der Savennières stammt aus Chenin! Diese Traube wird oft in der Assemblage mit Chardonnay und Sauvignon Blanc vinifiziert und trägt so zur aromatischen Komplexität der Weine von der Loire bei. Markenzeichen bei der Degustation sind Feinheit und Fruchtigkeit mit Aromen von Zitrusfrüchten, Birne, Quitte oder sogar von Honig und kandierten Früchten bei Süßweinen.
Anbaugebiete: Languedoc-Roussillon, Loiretal, Südwest
Gewurztraminer
Diese weiße Rebsorte ist…rosé. Sie ist mit der berühmten Savagnin-Traube aus dem Jura verwandt und stellt einen hervorragenden Vertreter des Elsass dar. Als große aromatische Rebsorte ist die Gewürztraminer-Rebe widerstandsfähig, wenn ihre Frühreife sie auch empfindlich gegen Frühjahrsfrost macht. In Frankreich werden nur 2.600 Hektar für die Herstellung von trockenen Weinen bepflanzt, die kräftige Aromen von Litschi oder Rosenholz aufweisen. Sie verfügen jedoch auch über Aromen von Lebkuchen oder Zitrusfruchtschalen. Auch ihre Farbe ist charakteristisch, da sie etwas dunkler als die von klassischen Weißweinen ist. Dies liegt daran, dass die Pigmentierung der Schale den Weinen goldene Reflexe verleiht. Im Mund geben sich die Weine voll, fast fett, und vor allem sehr kräftig. Werden die Trauben von der Edelfäule befallen, so ergeben sich überschwängliche Aromen mit Noten von Honig, getrockneten Aprikosen und Rosenkonfitüre.
Anbaugebiete: Elsass
Marsanne
Mit einem Anteil von 60 Prozent an der weltweiten Gesamtrebfläche (2.000 Hektar) stellt Frankreich die Wiege der Rebsorte Marsanne dar, insbesondere das Rhônetal, wo diese Traube charakteristisch für die Weine der AOC Saint Joseph oder Hermitage ist. Die späte und krankheitsanfällige Rebsorte ist sehr ertragreich. Sie wächst bevorzugt auf kargen Granitböden, wo sie ihr Aromapotential optimal entfaltet. Die aus Marsanne stammenden Weine sind wenig säurehaltig und weisen eine größere Aromavielfalt auf als die aus Grenache Blanc gewonnenen Weine. Ihr Bouquet erinnert an Weißdorn, Steinobst und Honig. Häufig in der Assemblage mit Roussanne oder anderen Lokaltrauben verwendet, trägt Marsanne zur Aromavielfalt der Weißweine von der Rhône bei.
Anbaugebiete: Languedoc-Roussillon, Provence, Rhônetal
Melon
Nachdem die ursprünglich aus der Bourgogne stammende Melon-Traube dort von der Rebsorte Chardonnay verdrängt wurde, siedelte sie sich ab dem Mittelalter an den Ufern der Loire an. Heute stellt sie die einzige für die Weine aus Muscadet verwendete Rebsorte dar, einer Region, in der milde Frühlingsnächte dafür sorgen, dass sie keinen Frost erleidet. 90 Prozent der 14.000 Hektar großen Ertragsfläche weltweit befinden sich in der Region Nantes. Aus Melon werden sehr klare Weißweine mit grünen Reflexen gewonnen, die spürbare Aromen von Jod entfalten und daher hervorragend zu Austern und Meeresfrüchten passen. Ihren Noten von weißen Blüten und Zitrusfrüchten liegt eine schöne Ausgewogenheit zwischen Lebhaftigkeit und Rundheit zugrunde, insbesondere wenn die Weine aus Melon einige Monate lang durch Hefesatzlagerung ausgebaut wurden, wie es oft bei der AOC Muscadet sur Lie der Fall ist. Anbaugebiete: Loiretal
Muscat Blanc
Aus der großen Familie der Muscat-Rebsorten stellt die Rebsorte Muscat Blanc die weit verbreiteteste dar. 45.000 Hektar weltweit sind mit dieser Traube bestockt, davon nur 6.500 Hektar in Frankreich. Vom Elsass bis Banyuls oder zum Cap Corse werden aus dieser sagenhaften mediterranen Rebsorte sowohl trockene Weißweine als auch Vins Doux Naturels gewonnen. Da sie frühreif und widerstandsfähig ist, erfolgt die Weinlese sehr früh. Aufgrund ihrer Krankheitsanfälligkeit und Empfindlichkeit gegen Wespen, die den Trauben den Zucker entsaugen, ist sie dennoch empfindlich. Da sie karge und steinige Böden bevorzugt, bewirkt Muscat Blanc wahre Wunder, wenn die sommerliche Hitze durch geografische Gegebenheiten gemildert wird, wie es bei der VDN Saint Jean de Minervois der Fall ist, wo große Frische und Süße miteinander in Einklang gebracht werden. Muscat ist leicht an ihren kräftigen Rosen- und Zitronengrasaromen oder auch dem Bouquet nach weißen Blüten zu erkennen
Anbaugebiete: Korsika, Elsass, Provence
Petit Manseng
Im Süden Aquitaniens unweit der Pyrenäen stellt die Rebsorte Petit Manseng eine wichtige Grundlage der dort erzeugten Qualitätsweißweine dar. Die Trauben werden in der Appellation Jurançon manchmal erst beim ersten Schnee gelesen, da die Edelfäule die Herstellung von sehr aromatischen edelsüßen Weißweinen ermöglicht, die konzentriert und zart zugleich sind. Die Rebstöcke sind empfindlich gegen Frühjahrsfrost und krankheitsanfällig. Sie bedürfen daher einer sehr sorgfältigen Pflege. Die Mühen während der Reberziehung werden durch Weine mit angenehmer Komplexität, großer Ausgewogenheit und einer durch Rundheit perfekt gemäßigten Säure belohnt. Das Aromaspektrum ist mit Noten von Honig, Zimt, weißen Blüten, Pfirsich, Zitrusfrüchten usw. sehr breit, so dass diese Traube ein wichtiger Assemblagepartner für die Weißweine der Region ist. Die Rebsorte wurde von den Basken bis nach Uruguay exportiert. Auch in Frankreich nimmt die mit Petit Manseng bestockte Rebfläche kontinuierlich zu, beläuft sich derzeit allerdings noch auf nur rund 600 Hektar.
Anbaugebiet: Frankreichs Südwesten
Pinot Gris
Diese berühmte und im reifen Zustand grau-bläuliche Traube wird ausschließlich im Elsass angebaut. Zwar ist sie auch in Italien weit verbreitet (Pinot Grigio), doch erreicht sie einen ganz außergewöhnlichen Reifegrad, der auch die Entwicklung der Edelfäule ermöglicht (Botrytis Cinerea), wenn sie in einer guten Lage an den Hängen der Vogesen angepflanzt wird. Der aus Pinot Gris d’Alsace gewonnene Wein gibt sich kräftig und vornehm zugleich, was auf die gute Anpassungsfähigkeit an die Böden der Region zurückzuführen ist. Mit komplexen Aromen und zuweilen rauchigen Noten ist er dank seiner ausreichend starken Säure gut lagerfähig. Aufgrund seines kräftigen Charakters kann er sogar anstelle von Rotweinen zu Wild gereicht werden und gehört zu den zugelassenen Rebsorten für die Grands Crus d’Alsace.
Anbaugebiete: Elsass
Riesling
Eine echte Liebesgeschichte verbindet diese Rebsorte mit dem Rhein. Fluss und Rebsorte sind untrennbar miteinander verwoben, auch wenn die Riesling-Traube zuweilen selbst in Kalifornien oder Neuseeland zu finden ist. Sie stammt aus der Zeit der Römer und ist seit dem 9. Jahrhundert im Elsass heimisch. Heute bedeckt sie eine Rebfläche von etwa 3.400 Hektar. Als späte Rebsorte benötigt sie eine gute Sonnenlage sowie karge oder gar steinige Böden, damit genügend Zeit zur Reifung bleibt. Der schwere Winterfrost schadet ihr nicht, so dass sie im Elsass hervorragend gedeiht. Aus Riesling gewonnene Weine verfügen über ein komplexes und intensives Aromaspektrum, insbesondere wenn die Reben auf Schieferböden wachsen. Aufgrund der starken Säure, die im Mund durch eine große Fruchtigkeit und gewisse Rundheit gut ausgeglichen wird, verfügen sie über eine gute Alterungsfähigkeit. Ihre Geschmacksnoten reichen von einem Hauch von Zitrone bis hin zu Aromen von Blumen, kandierten Früchten, Pfirsich und Lindenblüten. Besonders beliebt ist diese Rebsorte aufgrund ihrer Säurestruktur, die den aus ihr gewonnenen Weinen eine besondere Eleganz verleiht. In bestimmten Jahren ermöglicht die Edelfäule die Erzeugung von großen edelsüßen Weinen.
Anbaugebiete: Elsass
Rolle oder Vermentinu
Die Rebsorte Rolle, auf Korsika Vermentinu genannt, liegt ganz im Trend der vollmundigen und sehr aromatischen Weißweine, die zu gegrilltem Fisch und der mediterranen Küche gereicht werden. Sie wird vorwiegend in der Provence und auf Korsika angebaut, ist jedoch auch im Languedoc zu finden. Knapp 3.000 Hektar sind in Frankreich mit Rolle bestockt, weltweit sind es 7.000. Am häufigsten findet sich diese Traube in Italien. Die korsische Vermentinu ist oft von recht blasser Farbe und gibt sich im Mund vollmundig, sogar fett, wobei sie fruchtige und blumige Aromen mit einem Hauch von insbesondere weißen Blüten, Melone, Anis oder sogar Mimose entfaltet. In der Provence entwickelt sie eher Noten von Zitrusfrüchten und Lindenblüten. Mit einem hohen Zuckergehalt eignet sie sich auch zum Verzehr als Tafeltraube.
Anbaugebiete: Korsika, Provence, Rhônetal
Roussanne
Die Rebsorte Roussanne ist schwierig und unberechenbar, weiß jedoch den Winzern, die sich für sie entscheiden, zu danken. Zwar ist sie krankheitsanfällig, wenig ertragreich und erlangt manchmal erst recht spät ihren optimalen Reifegrad. Aber in den guten Lagen in Savoyen oder dem Rhônetal wächst sie über sich selbst hinaus. So ist die in jüngster Zeit zunehmende Begeisterung der Winzer zu erklären, die heute die Qualitäten dieser Traube zu schätzen wissen. Von etwa 1.000 Hektar Rebfläche weltweit bewirtschaftet Frankreich mit 60 Prozent den größten Anteil. Mit einem Aromaspektrum, das sich an Honig, Weißdorn und Aprikose orientiert, bildet die Rebsorte Roussanne die ideale Ergänzung für die Assemblages des Rhônetals, indem sie der Marsanne-Traube, der vorrangigen Rebsorte für Weißweine dieser Region, Säure und aromatische Intensität verleiht. Sie ist zudem in der Toskana zu finden.
Anbaugebiete: Languedoc-Roussillon, Rhônetal
Sauvignon Blanc
Die Rebsorte Sauvignon Blanc gelangte in Bordeaux bereits vor ihrer weltweiten Verbreitung zu Ruhm und Ehren. In der Assemblage mit Sémillon ist sie für den guten Ruf der Weine aus Graves verantwortlich und hat erst kürzlich den Weinen der AOC Entre Deux Mers neuen Aufschwung verliehen. Sie wird zudem auf den hervorragenden Kalkböden von Sancerre angebaut. Da sie sehr anpassungsfähig ist, konnte sie sich auch in das Languedoc ausbreiten, wo sie einen maßgeblichen Anteil am Erfolg der Vins de Pays dieser Region hat. Die mit Sauvignon Blanc bestockten Rebflächen weiten sich immer weiter aus und bedecken allein in Frankreich 20.000 Hektar, weltweit sind es insgesamt 45.000 Hektar. Durch die moderne önologische Forschung wurde es möglich, den Mechanismus der Aromenfreisetzung zu verstehen. Heute weisen die aus dieser Rebsorte gewonnenen Weine eine außergewöhnliche Ausgewogenheit zwischen Aromakraft (Johannisbeerblätter, Pampelmuse, Buchsbaumholz, Zitrusfrüchte, Narzisse), Vollmundigkeit und Lebhaftigkeit auf, was diese Rebsorte zum „Bestseller" unter den Weißweinen in zahlreichen AOC sowie unter den Vins de Pays macht.
Anbaugebiete: Bordeaux, Bourgogne, Languedoc-Roussillon, Loiretal, Provence, Südwest
Sémillon
Diese große Rebsorte aus dem Bordelais ist sehr ertragreich, robust und wenig anfällig für die üblichen Weinkrankheiten. Gegen Ende der Reifungsphase kann sie unter feuchten Klimabedingungen jedoch leicht faulen. In dem um Sauternes herrschenden Mikroklima mit trockenen und sonnigen Tagen dagegen eignet sie sich optimal für die Edelfäule, welche zur Herstellung von edelsüßen Weinen unverzichtbar ist. 40 Prozent der insgesamt 35.000 Hektar, die weltweit mit Sémillon bestockt sind, befinden sich in Bordeaux und Aquitanien, da die Rebsorte Sémillon hier ein günstiges Klima mit schönen Spätherbsten vorfindet. In der Assemblage mit Sauvignon Blanc und Muscadelle zeichnet sie für die Weißweine dieser Region verantwortlich, deren Aushängeschild die Weine der AOC Pessac-Léognan und Sauternes sind. Diese Rebsorte ist unauffälliger als Sauvignon Blanc und bringt in die Assemblage weniger Säure, eine größere Rundheit sowie Noten von Trockenobst, Mandeln, Birnen und Honig ein.
Anbaugebiete: Bordeaux, Charentes, Loiretal, Südwest
Ugni Blanc
Die Rebsorte Ugni Blanc stammt ursprünglich aus Italien, stellt aufgrund ihrer Rebfläche (rund 100.000 Hektar) jedoch eine große französische weiße Rebsorte dar, die hervorragende Weine hervorbringt. Sie kommt für die Destillation von Weinbränden unter den AOC Armagnac und Cognac zum Einsatz. Seit einigen Jahrzehnten wird sie auch für die Herstellung von trockenen, aromatischen Weißweinen unter der Bezeichnung Vin de Pays angepflanzt. Vereinzelter findet man sie zudem in bestimmten AOC wie Cassis, Bordeaux oder Côteaux d’Aix. Die Ugni Blanc-Traube ist sehr winterfrostempfindlich und fühlt sich daher in milden Regionen wohl. Im nördlichen Anbaugebiet (Cognac) wird aus dieser Rebsorte ein säurereicher und alkoholarmer Wein gewonnen, der sich optimal für das Brennen eignet. In den wärmeren Anbaugebieten werden aus Ugni Blanc frische, aromatische und sehr Durst stillende Weine gekeltert. In der Provence erlangen die Weine durch Assemblage mit Ugni Blanc sogar Fettigkeit sowie komplexere Noten von Pinienharz, Quitte und Zitrone.
Anbaugebiete: Champagne, Charentes, Provence, Rhônetal, Südwest
Viognier
Schon vor langer Zeit siedelte sich die Rebsorte Viognier auf den schwer zugänglichen Terrassen von Condrieu und Château Grillet an der nördlichen Rhône an. Da sie schwer zu züchten und wenig ertragreich ist, gestaltet sich der Anbau dieser Traube nicht gerade leicht. Ihre aromatischen Qualitäten haben jedoch zahlreiche Weinerzeuger auf der ganzen Welt in ihren Bann gezogen. Auch wenn Viognier heute im Vergleich zu anderen Rebsorten bei der Weinbereitung noch eine eher untergeordnete Rolle spielt, liegt sie in zahlreichen Erzeugerländern doch stark im Trend. In Frankreich hat sie sich bereits über ihr ursprüngliches Anbaugebiet hinaus im Languedoc und im südlichen Rhônetal ausgebreitet. Mit einem runden und wenig säuerlichen Geschmack stellt Viognier eine Rebsorte dar, die vor allem durch die Feinheit ihrer Aromen geprägt ist, wie Aprikose, weißer Pfirsich, Gewürze, Honig und weiße Blüten. Sie erlebt in Frankreich seit den 80er Jahren mit der Geburt der Vins de Pays einen spektakulären Aufschwung, und zwar sowohl sortenrein als auch in der Assemblage mit Chardonnay oder Sauvignon.
Anbaugebiete: Languedoc-Roussillon, Rhônetal
Quelle: Sopexa Deutschland
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